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Business Trends
Author's profile photo Thomas Jenewein

Jobtech, Badges und Credentials – Update, Einführung und Trends mit Rolf Reinhardt

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Wissen und Fähigkeiten digital nachweisen. Was bedeutet das für moderne Bildungskonzepte? Darüber spricht Thomas Jenewein mit Rolf Reinhardt im Podcast.

Was ist der Vorteil eines digitalen Zertifikats?

Der Erwerb eines digitalen Zertifikats zeichnet Fähigkeiten und Skills einer Person transparent ab. Besonders Personalmanagementsysteme profitieren von solchen Nachweisen, da es im Hinblick auf die Verifizierung von Fertigkeiten von neuen Mitarbeitern das Auswahlkriterium erleichtern kann. Der International Council on Badges and Credentials (ICoBC) ist ein Netzwerk von Bildungs-, Unternehmens-, Verbands- und Regierungsorganisationen mit dem Ziel,  auf regionaler und globaler Ebene bewährte Verfahren für Abzeichen (Badges) und Berechtigungsnachweise (Credentials) zu entwickeln und zu fördern. Diese garantieren die Qualität bzw. stellen den Wert eines digitalen Zertifikates sicher. Rolf unterstreicht, dass im Allgemeinen heutzutage die Verifizierung von Skills eine immer größere Rolle spielen, da eine immer größere Dynamik in unterschiedlichen Arbeitsfeldern entsteht (Personen bleiben nicht nach ihrer Ausbildung bis zum Rentenalter auf einem Posten, sondern wechseln gerne die Positionen).

Welche Rolle spielen Plattformen wie LinkedIn beim Nachweis von Fertigkeiten?

Bei LinkedIn werden beispielsweise von Personen bereitwillig Fähigkeiten gepostet, um Karrierepfade transparent zu machen. Auch gibt es heutzutage viel mehr Jobbezeichnungen, die es früher noch nicht gab, die LinkedIn ebenso gut abbildet.
Skills oder auch Erfahrungen, die einer Berufsbezeichnung zuzuordnen sind, kann man in Taxonomien ordnen. Problematisch sei aktuell dabei, dass unterschiedliche Organisationen ihre eigenen Bezeichnungen bzw. Taxonomien für die Benennung einer Fähigkeit haben und es eben keine internationale Vereinheitlichungen gibt, so Rolf. Die große Frage dabei ist die Umrechnung der Taxonomien auf denselben Nenner. Hier nennt Rolf Taxonomien aus Europa & USA.

Wie gut ist LinkedIn bei der Abbildung von Fähigkeiten und welchen Mehrwert bietet es?

LinkedIn bildet gut ab, welche Fähigkeiten ein Mitarbeiter besitzt. Beispielsweise bei der Personalbeschaffung oder -planung, wenn eine Personalabteilung lange Zeit im Voraus überlegt, welche Fähigkeiten das Unternehmen zukünftig braucht und wie sich auf diesen Bedarf gezielt vorbereitet werden kann. Das ist eine gute Möglichkeit, um das Wissen der Fähigkeiten von Mitarbeitern oder möglichen Bewerbern einzusehen. Problematisch ist dabei, dass dies alles selbst zugeschriebene Fähigkeiten sind. Die Frage stellt sich hierbei, wie gut eine Person tatsächlich eine angegebene Fertigkeit beherrscht, oder ob eine Person nur viele Skills angeben möchte, um bessere Einstellungschancen zu haben.

Lösungsmöglichkeiten: Erwerb von digitalen Zertifikaten

Rolf führt aus, dass der Erwerb eines digitalen Zertifikats die optimale Lösung sei, um einen Nachweis einer Fertigkeit sicherzustellen. Ein Arbeitgeber weiß somit sofort, was sich dahinter verbirgt, weil er entweder die Schulung auch gemacht hat oder welche transparenten Standards sich dahinter verbergen. Im Testen gibt es neben den üblichen Multiple Choice Ansätzen auch modernere Ansätze wie Peer-Reviews oder Performance basierte Tests – wobei diese noch nicht so skalierbar und valide derzeit sind. Am Ende steht immer die Frage oder Aushandlung: Was ist der Badge wert.

Zusammenarbeit mit akkreditierten Universitäten als Vorteil!

Universitäten können ihre Studien- und Zertifizierungsprogramm erweitern, indem diese Berechtigungsnachweise anbieten, um dem Arbeitsmarkt zukünftig besser gerecht zu werden. Somit können Studenten bereits während ihrer Ausbildung Badges erwerben und diese bei Bewerbungen vorlegen. Solche Badges schaffen eine internationale Vergleichbarkeit und können die Einstellungschancen im Bewerbungsverfahren aufgrund der Verifizierung einer Fähigkeit erhöhen.

Was ist dein Lernnarrativ/Glaubenssatz?

Geht nicht nur um den Input, sondern auch um Output! (Learn to Earn). Lernen macht Spaß! Besonders in Arbeitsgruppen.

Weiteres wie immer im Podcast.

 

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