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Lerntransfer und Transferstärke mit Prof. Axel Koch

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In der heutigen Ausgabe des SAP Education NewsCast unterhalten wir uns mit Prof. Axel Koch über das Thema „Lerntransfer und Transferstärke“.

Axel Koch arbeitet als Dekan der Fakultät Wirtschaftspsychologie und Professor für Training und Coaching an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning

Erfolgreiche Veränderungen – vier wichtige Faktoren 

  • Zielklarheit und Zielstimmigkeit: Diese Dimension definiert, was man tun und erreichen möchte.
  • Motivation: Die Entschlossenheit und Motivation zur Veränderung.
  • Transferstärke: Definiert die Einstellung und Selbststeuerungsfähigkeiten um am Ziel anzukommen und am Ball zu bleiben.
  • Umfeld: Beschreibt das Umfeld des Menschen. Es ist wichtig, dass man von niemandem bei dem Vorhaben boykottiert wird und in alte Muster zurückfällt bzw. entsprechende Unterstützung bekommt.

Definition des Begriffs „Lerntransfer“

Wissenstransfer beschreibt auf der einen Seite das Lernen auf Vorrat, was heutzutage kaum noch was bringt, zumal alles Wissen im Netz verfügbar ist. Der Begriff Lerntransfer beschreibt im Gegenzug dazu, wie man ein Thema in die Praxis langfristig überträgt.

Positive Glaubenssätze und Narrative rund um Bildung

Es ist wichtig positive Selbstgespräche zu führen und eine positive Haltung gegenüber Rückschlägen einzunehmen und auch die kleinen Fortschritte wertzuschätzen.

Rückschläge sind ein normaler Bestandteil eines jeden Prozesses – mit der Zeit wird man schon am Ziel ankommen. Und wichtig ist es dabei eben die Rückschläge mit einer positiven Haltung zu verarbeiten, da negative Sätze im eigenen Kopf veränderungsschädlich sind.

Es hilft dabei immer zu reflektieren, was in den letzten Wochen gut gelungen ist, wie man es geschafft hat und was man noch so getan hat, um den Fortschritt zu erzielen.

Das Konzept der Transferstärke

Wichtig dabei ist ein aktives Rückfallmanagement. Oft fallen Menschen in alte Muster zurück. Hierfür muss man Vorboten erkennen und definieren, die als Indikator dafür dienen, dass man in alte Muster zurückfällt. Für jeden dieser Vorboten muss man dann einen Gegensteuerungsplan aufstellen.

Möchte man beispielsweise seinen Tortenkonsum einschränken, so wäre ein möglicher Vorbote dafür, dass man rückfällig werden kann, ein Gefühl der Müdigkeit nach einem langen Arbeitstag. Noch effektiver ist es aber das Problem an der Wurzel zu packen und beim Einkauf gar keine Torte zu kaufen.

Umsetzung im Kontext von Schulungen, Training und Coaching

Es gibt drei Gründe, wieso es im Rahmen von Schulungen zu Problemen bei der Umsetzung kommen könnte.

  • Der erste Grund ist die fehlende Technik des Rückfallmanagements. Diese muss vorhanden sein.
  • Zweitens müssen genügend zeitliche Ressourcen vorhanden sein, um ein Training und die Übungen auch umzusetzen.
  • Zuletzt muss auch der Vorgesetzte ein Interesse daran haben das Thema zu unterstützen und den Transfer zu bewilligen.

Beispiel Rückfallmanagement aus dem Vertrieb

Ein Kunde hatte das Problem, dass er in bestimmten Situationen im Rahmen von Vertriebsgesprächen die Gesprächsführung verloren hat.

Daraufhin wurden drei Vorboten für dieses Szenario identifiziert:

  • Die Sales Person kommt mit Verzug an und ist gestresst
  • Der Kunde beginnt das Gespräch mit einer Beschwerde
  • Die Sales Person verspürt ein Gefühl der Antwortpflicht

Ziel ist es für jedes dieser drei möglichen Szenarien einen Gegensteuerungsplan zu entwickeln.

Beim ersten Problem hilft es beispielsweise das Gespräch kurz vor dem Meeting im Geiste durchzuspielen und tief durchzuatmen.

Wird der erste Vorbote verpasst und es kommt zum zweiten, so kann man den Kunden kurz stoppen und andere Themen zuerst priorisieren, um die Gesprächsführung zu halten.

Nach der Entwicklung der Gegensteuerungspläne berichtete die Sales Person, dass der Gegensteuerungsplan für den ersten Vorboten nur zu 60% effektiv sein würde. Es würde nicht so gut klappen, wenn der Kunde ein guter Bekannter wäre.

Somit wurde ein weiterer Vorbote identifiziert, woraufhin ein weiterer Gegensteuerungsplan für das Szenario entwickelt wurde, wenn es sich bei dem Kunden um eine bekannte Person handelt.

Eine meiner Quintessenzen war es, besser noch weniger Inhalt in ein Training zu packen und dafür mehr bzw. genug Zeit zu reservieren für die Planung des Transfers incl. Rückfallmanagement mit Plan je nach Vorboten. 

Ausführlich findet ihr natürlich alles im Podcast. Wir freuen uns sehr, wenn Ihr den Podcast abonniert, in sozialen Medien teilt und auf Apple Podcast liked!


Shownotes & interessante Links:

Axel Koch Website: https://transferstaerke.com/
Axel Koch auf Instagram: https://www.instagram.com/draxelkoch/
Axel Koch auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/axel-koch-4a549b2a/
Rheinwerk-Verlag: https://www.rheinwerk-verlag.de/
Caroline Preuss auf Insta: https://www.instagram.com/carolinepreussde/
Homepage Wilma Hartenfels: https://www.wilmahartenfels.com/

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