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Business Trends

SAP BW/4HANA Migration

In aller Munde und bereits in der zweiter Version ausgeliefert, ist SAP BW/4HANA 2.0 die HANA-optimierte Data Warehouse Lösung, welche neben SAP SQL Datawarehouse und SAP Datawarehouse Cloud eine strategische Richtung auf der Reise zur modernen Berichtslösung darstellt.

SAP BW/4HANA, mit der Ausrichtung auf HANA-optimierte BW-Infoprovider, seinen moderner Benutzeroberflächen (SAP BW-Modeling Tool, SAP BW/4HANA Web Administration Cockpit), neuen flexiblen Infoprovidern (Composite Provider) und der performance-optimierten Prozesse (HANA-optimierte Transformationen), liefert Kunden und Partnern überzeugende Argumente für eine Konvertierung.

Mit dem absehbaren Wartungsende des SAP BW (klassisch) und des SAP BW powered by SAP HANA sollte auch der zeitliche Aspekt der Umstellung nicht vernachlässigt werden. Doch wie sieht eine Konvertierung  zur SAP BW/4HANA aus und welche Herausforderungen bringt sie mit sich?

Grundsätzlich gibt es drei Pfade, die Reise zu realisieren:

1) SAP BW/4HANA Conversion Phases für Remote Conversion Approach 

2) SAP BW/4HANA Conversion Phases für Shell Conversion Approach 

3) SAP BW/4HANA Conversion Phases für In-Place Conversion Approach 

Wo im Kern liegen die Unterschiede?

In-Place Conversion: 

Szenario: Hierbei wird wird eine vollständige Systemkonvertierung innerhalb eines bestehenden SAP BW Systems vorgenommen. D.h. eine separate Installation eines neuen Systems ist nicht erforderlich jedoch müssen alle klassischen Objekte (z.B. DSO) Schritt für Schritt in neue, moderne Objekte umgewandelt werden. Der Minimum Release des klassischen SAP BW Systems muss dabei 7.5 SP 5 powered by SAP HANA betragen.

Grober Ablauf: Nachdem die notwendigen Systemvoraussetzungen geschaffen wurden muss das SAP BW/4HANA Starter-Add On installiert werden, gefolgt von dem SAP BW/4HANA Transfer Cockpit. Letzter gilt grundsätzlich als zentraler Dreh-und Angelpunkt für alle relevanten Werkzeuge, welche für die Migration notwendig sind. Ausgeführt mit der RSB4HCONV Transaktion dient er unter anderem dazu um klassische Objekte einem Pre-Check zu unterziehen oder eine Custom Code Analyse durchzuführen. Aus diesen vorbereitenden Maßnahmen wird eine Arbeitsliste abgeleitet, welche abgearbeitet werden muss, bevor die Konvertierung angestoßen werden kann. Sind die oben genannten Schritte abgeschlossen, kann die eigentliche technische Konvertierung des Systems vollzogen werden.

Vorteile: Der Vorteil dieses Ansatzes liegt unter anderem darin keine Installation eines separaten SAP BW/4HANA Systems durchführen zu müssen, keine Daten und Eigenentwicklungen transportieren zu müssen.

Remote Conversion:   

Szenario: Anders als bei In-Place wird bei Remote Conversion ein brand-neues SAP BW/4HANA System parallel zum bestehenden klassischen System bereit gestellt. Bevor die Migration abgeschlossen ist findet somit erst mal der Betrieb von diesen beiden Systemen parallel statt. Im Nachgang werden alle Objekte und Daten in das neue System übertragen und dabei in das neue Format umgewandelt.

Grober Ablauf: In diesem Szenario kann der Umstieg von jedem SAP BW System ab 7.3 erfolgen. Auch hier müssen bestimmte Pre-Check im klassischen SAP BW System erfolgen. So muss u.a. sichergestellt sein, dass Datenflüsse von 3.X auf 7.X aktualisiert werden bevor diese in das neue System übertragen werden können. Gleiches gilt für die Shell Conversion. Nach der Installation des neuen SAP BW/4HANA werden ausgewählte Datenmodelle, Datenflüsse, Transformationen, Quellsystem Zugriffe, Queries und aus dem bisherigen SAP BW System in das neue Zielsystem transportiert und in die moderne SAP BW/4HANA Version umgewandelt (z.B. Multi Provider ⇒ Composite Provider). Es steht offen auch Eigenentwicklungen mitzuziehen wobei eine SAP HANA-optimierte Anpassung für diese empfohlen ist. Natürlich werden auch Daten in das neue Zielsystem übertragen.

Vorteile: Der Vorteil der Remote Conversion liegt zum einen darin ein neues “sauberes” Datawarehouse System aufzubauen und Altlasten, schwerfällige Entwicklungen und unnötig redundante Datenschichten zu eliminieren. Darüber hinaus kann dieser Ansatz auch aus älteren SAP BW Systemen heraus realisiert werden. So kann jeder Kunde ab SAP BW 7.3 eine Remote Conversion umsetzen.

Shell Conversion:

Szenario: Ähnlich wie bei der Remote Conversion folgt man hier grundsätzlich einem Greenfield Ansatz. Der Unterschied liegt darin, dass hierbei jedoch weder Stamm,- noch Bewegungsdaten in das neue Zielsystem übertragen werden.

Grober Ablauf: Deckt sich nahezu mit dem Ablauf für die Remote Conversion. Wie oben bereits erwähnt werden bei der Konvertierung ausschließlich Metadataden übertragen.

Vorteile: Neben den bereits im Remote Conversion Ansatz genannten Vorteilen hat der Kunde in diesem Szenario insbesondere die Möglichkeit die Konvertierung zu beschleunigen und erst im Nachgang zu entschieden ob Daten vollständig, teilweise oder überhaupt aus den Quellsystemen oder dem klassischen SAP BW System geholt werden sollen.

Was in dem Blog nicht explizit erwähnt wird aber dennoch nicht unerwähnt bleiben soll, ist der Landscape Transformation Ansatz bei dem eine heterogene Datawarehouse Landschaft in ein einziges “globales” SAP BW/4HANA System konsolidiert werden soll. Dieser Ansatz resultiert häufig aus der Idee seine bisherige meist komplexe Systemlandschaft zu vereinfachen und auf SAP HANA Niveau zu heben.

Unabhängig von dem Szenario für das Sie sich entscheiden können einige hilfreiche SAP Werkzeuge und Dokumentationen herangezogen werden, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen und eine Roadmap aufzubauen:

Selbstverständlich gibt es viele weitere Dokumentationen, Werkzeuge, Best Practises, SAP Hinweise, Techniken und Aspekte wie Berechtigungen, die bei der SAP BW/4HANA Migration berücksichtigt werden müssen und über diesen groben Überblick weit hinausgehen.

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