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Performanceoptimierung – SAP BW/4HANA Teil 2

Dies ist der zweite Blog aus einer kleinen Reihe, welcher Ihnen eine Übersicht über die zentralen Stellhebel zur Performanceoptimierung in der SAP BW/4HANA vermitteln soll.

– Performanceoptimierung – SAP BW/4HANA Teil 1

– Performanceoptimierung – SAP BW/4HANA Teil 2

– Performanceoptimierung – SAP BW/4HANA Teil 3

Während sich der erste Blog hauptsächlich mit allgemeinen HANA-Techniken und Ansätzen zur Performanceerhöhung befasst, sollen Ihnen hier SAP BW/4HANA spezifische Optionen zur Verbesserung der Auswertungsperformance skizziert werden:

Wie können Sie als Modellierer für SAP BW on HANA oder SAP BW/4HANA eine gute Laufzeit-Performance erreichen?

Sie nutzen schon für ihr Data Warehouse die SAP-HANA-Datenbank mit besonders guten Möglichkeiten für optimierte Laufzeit. In einem früheren Blog haben wir Tipps für die SAP-HANA-basierte Performance-Optimierung gegeben. Doch was gilt für die Anwendungsebene? Speziell einige traditionelle BW-User bleiben in Modellvarianten verhaftet, die nicht mehr optimal sind. Welche Fallen können Sie vermeiden, um keine unnötigen Performance-Verluste zu erleiden?

1) Vermeiden Sie unnötige Datenladeprozesse

Früher wurden Daten typischerweise in mehreren Stufen verdichtet, und jede Verdichtung erforderte einen eigenen Ladeprozess. Da SAP HANA besonders gut Daten im Hauptspeicher aggregieren kann, reicht in den meisten Fällen ein einziges DataStore Object (advanced) der Modellvariante Standard aus, das als Grundlage für Ihre Berichte dient. Wenn (einfache) Berechnungen auf dieser Datenbasis gebraucht werden, können Sie diese in Composite Provider und BW Queries einbauen. Nur für spezifische Berechnungen, die nicht beim Reporting ausführbar sind, empfehlen wir eine weitere physische Datenbasis in Form eines DataStore Objects (advanced).

Wenn die Quelle schnell genug gelesen werden kann, reicht es sogar aus, in SAP HANA vorhandene Daten virtuell zu kombinieren. Nutzen Sie dazu Open ODS Views, wenn die Daten 1:1 über Data Sources, Tabellen oder virtuelle Tabellen verfügbar sind oder mit BW-Mitteln transformiert werden können. Wenn Sie darüber hinausgehende Features von SAP HANA nutzen wollen oder Hybridszenarien aus BW- und HANA-Modellen verwenden wollen, definieren Sie native Calculation Views.  In beiden Varianten empfehlen wir Composite Provider zur Integration von weiteren Daten und von (Navigations-)Attributen.

2) Wählen Sie die beste Kombinationsmöglichkeit

Wenn Sie beispielsweise einen Ladenhüterbericht (unverkaufte Produkte) erstellen wollen, haben Sie mehrere Optionen: Sie könnten alle Produkte in ein Data Store Object (advanced) laden und dabei bei unverkauften Produkten in der Transformation Nullwerte ergänzen. Damit würden Sie aber unnötige Daten speichern. Sparsamer ist es, wenn Sie durch einen Composite Provider Stammdaten und Bewegungsdaten kombinieren. Dafür haben Sie zwei Optionen: Outer Join oder Union. Union ist die schnellere Variante, da das Aggregieren schneller geht als das Identifizieren von korrespondierenden Werten in einem Join. Sie können aber am einfachsten ein Navigationsattribut mit der Lese-Option “Stammdaten” in der Bw-Query verwenden, dann wird die Kombination nur für die in der Query benötigten Werte herausgesucht.

3) Definieren Sie Queries HANA-optimiert

Worauf können Sie bei der BW-Query-Definition achten? Bei der Definition von Einschränkungen in vordefinierten Kennzahlen und BW-Queries verwenden Sie eher ein einziges Filtermerkmal (Kalenderjahr/Monat) als zwei (Kalenderjahr und Monat), erst recht, wenn dieses Merkmal als Kriterium für die Partitionierung des Datenspeichers verwendet wurde. Bedenken Sie außerdem: Eine positive Auswahl der gewünschten Werte ist schneller als eine Negativliste der nicht benötigten Werte oder als eine Auswahl über Hierarchieknoten.

BW-Queries sind vor allem langsam, wenn Sie Sonderfunktionen wie Ausnahmeaggregation oder Top-%-Bedingung verwenden, die ein Ansehen aller Datensätze benötigen. In diesen Fällen sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass Sie bei der Runtime-Eigenschaft “Ausführung in SAP HANA” die Eigenschaft “offensiv” verwenden.

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