Skip to Content
Business Trends
Author's profile photo Sebastian Gath

Wie wir Eierlegende Wollmilchsäue implementieren?

„Teil 1 – Warum wir alle Eierlegende Wollmilchsäule so sehr lieben” beschreibt das Begehren nach Eierlegenden Wollmilchsäuen mit Disziplin einzufangen durch  Klein-Starten, Groß-Denken und über den Zeithorizont wachsen. Die bekannten Prinzipien von Fehlerkultur, Minimum Viable Products (MVP), und die Frage nach dem echten Kundenproblem bilden hierfür das Fundament. Da Rom bekanntermaßen auch nicht an einem Tag gebaut wurde, zeigen wir hier als Office of the CTO SAP Germany unseren Ansatz für den Beginn einer großartigen Reise auf. Gerne begleiten wir auch eure Reise, sofern die am Ende genannten Bedingungen erfüllt sind.

 

Weit verbreitete Ausgangslage

Beim gelegentlichen Zuhören in Kundeninteraktionen (insbesondere der Unternehmens IT) entstand der subjektive Eindruck, dass diese

  • kontinuierlich um häufig kurzfriste Anpassungen und Erweiterungen der Systeme angefragt werden (dabei sollte allgemein bekannt sein: never touch a running system),
  • neugierig und offen sind, einiger der SAP Innovationen zu adaptieren und
  • leider Ressourcen fehlen, um zu liefern.

Für Außenstehende sind all diese Herausforderungen total nachvollziehbar, wobei die Ursachen hierfür wohl vielfältig sind. Häufig ist Komplexität als Erbe der Vergangenheit, im SAP Kontext ursächlich durch den zugleich größten Vor-und Nachteil von SAP Standardsoftware – die Offenheit für kundenindividuelle Anpassungen – ein wesentlicher Treiber hiervon. Ursprünglich gedacht zur Erweiterung des (möglicherweise fehlenden) Standardfunktionsumfangs als Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb haben sich kundenindividuelle Anpassungen in einen fortlaufenden Implementierungsprozess aus neuen Anforderungen und deren Umsetzung konvertiert.

Das Drehen dieses Rads über Jahrzehnte hat die Herausforderungen des Erbes nicht verkleinert. Parallel entwickelt SAP den Standard in beschleunigender Geschwindigkeit weiter und führt gelegentlich neue Technologien ein. Der allgemeine Mangel an Ressource innerhalb vieler Unternehmens IT-Abteilungen führt zu einem sich stetig verlängerndem Rückstau, der von außen häufig als Behäbigkeit wahrgenommen wird. Entlastung verspricht das altes Konzept der  Low Code / No Code Plattformen, um die Last auf weitere Schultern außerhalb der Unternehmens IT-Abteilugen zu verteilen.

Um offen und ehrlich zu sein – wir können dies leider nicht wegzaubern, aber wir können unsere Erfahrungen teilen und den Wandel hin zu einer schlankeren Zukunft zusammen anstoßen. Den Rahmen hierfür nennen wir „Vision to Decision“.

 

Vision to Decision

Nach kurzweiliger Vorqualifikation durchlaufen wir gemeinschaftlich den Ansatz auf Basis eines ausgewählten Anwendungsfalls. Idealerweise entfaltet der Ansatz bei Anwendung seine Mehrwerte und man adaptiert ihn fortlaufend für weitere Anwendungsfälle über die Zeit. Die von uns vorgelebte Denkweise und die sorgfältig ausgewählten Technologien respektieren eure individuelle Ausgangssituation.

 

 

Vision to Decision im Detail

Nach einer gründlichen Vorqualifikation erstellen wir gemeinschaftlich ein Narrativ, dass in allgemeinverständlicher Sprache den Anwendungsfall und dessen Mehrwerte beschreibt. Im nächsten Schritt wird das Narrativ als Hausaufgabe quergelesen und überarbeitet. Wichtig hierbei ist, dass auch „Unbeteiligte“ das Narrativ lesen, die bei der Erstellung nicht dabei waren. Durch diese Perspektive wird sichergestellt, dass die Formulierungen und Informationen eindeutig und möglichst unmissverständlich erzählt sind. Weitergehende Fragen werden in einem FAQ Dokument gesammelt. Das final abgerundete Narrativ dient als Basis, um daraus eine Customer Journey zu entwickeln. Zweck, Hintergrund, Ziele, Schritte und Risiken des Anwendungsfalls werden darin zusammengefasst. Hierauf aufbauend erarbeiten und besprechen wir Lösungsdesignalternativen, die idealerweise mindestens ein unbekanntens Framework beinhaltet.

Das Narrativ, die Customer Journey und das Lösungsdesign bilden die solide Grundlage für den Executive Sponsor, um eine Realisierungsentscheidung („Go/No-Go Entscheidung“) zu treffen. Wir begleiten die Implementierungsphase und teilen danach die Erfolgsgeschichte eurer Produktivsetzung. Zu guter Letzt hat sich eine Retrospektive etabliert, die auch gleichzeitig das Engagement abrundet.

 

Voraussetzungen und Auschlüsse

Aufgrund beschränkter Ressourcen unsererseits ist eine straffe Vorqualifizierung unbedingt erforderlich. Als Grundregel gilt für uns die 1 – 1 – 3 Regel:

1 relevanter Anwendungsfall – 1 Executive Sponsor – 3 oder mehr Parteien (Unternehmens IT, Business, Executive Sponsor, …)

 

Teilt eure Gedanken – schreibt einen Kommentar!

Ihr habt einen relevanten Anwendungsfall? Schreibt uns einfach über LinkedIn!

 

Assigned tags

      Be the first to leave a comment
      You must be Logged on to comment or reply to a post.