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Personal Insights

Raus aus dem Silo: Von Politik zu Technik – Mein Fellowship im Presales Platform & Data Management

Team auf Zeit: Mit den Kollegen von Presales Platform & Data Management 

“Du hast was studiert?!” wurde ich anfangs vieler Kennenlerngespräche mit Kolleg*Innen gefragt als ich im Sommer letzten Jahres mein sechsmonatiges Fellowship im Presales Platform & Data Management begann. Meine Antwort war „Politikwissenschaften.“ Normalerweise gehöre ich dem Government Affairs Bereich an, wo ich mit gut 50 Kolleg*Innen aus aller Welt den SAP Vorstand bei politischen Engagements unterstütze, wenn sie beispielsweise Unternehmensinteressen vor Regierungen vertreten und Empfehlungen für digitalpolitische Projekte abgeben. Ein Job, der mit vielen spannenden Themen und Persönlichkeiten verbunden ist und erfordert, komplexe technologische Themen einfach und prägnant darzustellen. Trendthemen wie Big Data und Künstliche Intelligenz spielen natürlich auch auf politischer Ebene eine immer wichtigere Rolle. Um mir neues Wissen dazu nicht nur „anzulesen“ und echte Kundenarbeit zu erleben, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht tiefer in die Materie zu tauchen – und sie im Presales gefunden.

Auf die Idee bin ich während eines Workshops mit einem Public Sector Kunden gekommen, wo Matthias Stemmler die SAP Datenmanagementstrategie und das dazugehörige Produktportfolio präsentierte. Der produktive Umgang mit immer größeren Mengen an Daten in zunehmend heterogenen und komplexen IT-Infrastrukturen ist im öffentlichen als auch im privaten Sektor ein strategisch wichtiges Thema, über das ich mehr erfahren wollte. Also fragte ich prompt bei Matthias nach, ob ich denn nicht in seinem Team Fellow werde könnte. Wenige Monate später zog ich in die Sterngebäude, um die Hospitanz zu beginnen.

In meinem eigentlichen Job pflege ich den Austausch der SAP mit der Politik, so wie dieses Treffen von Christian Klein und Michael Kleinemeier mit Bundesminister Altmaier

Die Offen- und Herzlichkeit der LGD haben es mir sehr leicht gemacht, mich schnell willkommen zu fühlen. Die ersten Wochen verbrachte ich entweder vertieft an meinem Schreibtisch, um mich in das Produktportfolio einzuarbeiten oder begleitete meine neuen Teamkollegen bei ihren Kundenterminen. Der sanfte Einstieg gefiel mir gut, ist doch alles halb so schlimm dachte ich, aber ich sollte nicht lang in meiner Komfortzone bleiben… nach nur vier Wochen führte ich bei einem gemeinsamen Kundentermin mit Matthias bereits meine erste Demo von SAP Data Intelligence durch. Für viele mag das einfach klingen, doch in meinem regulären Job bin ich es eher gewohnt die Auftritte anderer vorzubereiten und nicht selbst in erster Reihe zu stehen – und war dementsprechend aufgeregt. Genauso intensiv war dann das Erfolgserlebnis nachdem alles gut ging. Das direkte Feedback auf die eigene Leistung war eine neue positive Erfahrung.

Raus aus der Komfortzone: Demo während eines Partner-Events mit ca. 100 Kunden

Nachdem die erste Hürde überwunden und der Sommer vorbei war, habe ich erst richtig erfahren, was die Arbeit im Presales bedeutet. Die Geschwindigkeit nahm rasant zu mit einem hohen Takt an Kundenterminen im ganzen Land. Jede Woche vergrößerte sich mein Verantwortungsbereich ein Stück mehr. Mich gleichzeitig in neue technische Themen einzuarbeiten, ein Netzwerk in der LGD aufzubauen und bei Kunden standhaft und überzeugend aufzutreten forderte mich stark heraus und ermöglichte mir so, mich fachlich, intellektuell und persönlich weiterzuentwickeln.

Von Automobil, über Pharma zum Haushaltsgerätehersteller und natürlich dem öffentlichen Sektor deckte ich die volle Bandbreite der Branchen ab und positionierte dort die Produkte SAP HANA und SAP Data Intelligence. Dabei arbeitete ich eng mit den Account Executives, Specialized Sales als auch dem Consulting zusammen – wichtige Anknüpfungspunkte, die mir vor dem Fellowship noch nicht vertraut waren.

Was mir neben den Einblicken bei Kunden und dem Aufbau meines SAP-internen Netzwerks besonders viel Spaß gemacht hat, war meine Horizonterweiterung über technische Themen. Wo früher wegen vermeintlich fehlender Fachkenntnisse noch Berührungsängste herrschten, bekam ich durch das Fellowship den Raum und die Zeit mich in ein komplett neues Themengebiet einzuarbeiten und so meinen Blick für die Zusammenhänge zwischen Technologie, Organisation und Business zu schärfen – und mich dafür zu begeistern. Ich erarbeitete mir so nicht nur neues Wissen, sondern entwickelte auch neue Kompetenzen, die ich direkt praktisch einsetzen konnte. Dabei habe ich neben meinen Kollegen, die stets großzügig ihr Wissen mit mir teilten, vom direkten Zugang zu unseren Softwarelösungen als auch dem Presales Training Curriculum profitiert.

Integriert in einer Reihe mit Kolleg*Innen aus Presales, Sales und Produktmanagement sowie Infomotion Partnern

So gingen zur Fellowship-Halbzeit die Sales Kolleg*Innen auch schon direkt auf mich zu, wenn sie Rückfragen zu SAP Data Intelligence oder Terminanfragen von Kunden hatten. Die Entwicklungskurve steigerte sich zum Ende des Fellowships dahin, dass ich Kundentermine eigenständig wahrnahm. Mein letzter Kundentermin im Programm, ein Workshop mit Live-Demo und Kundentraining, war dann nochmal eine ganz besondere Herausforderung, denn ich erlebte den Albtraum eines jeden Presellers: Systemversagen. Zum Glück konnte ich das Problem während der vorverlegten Mittagspause halbwegs lösen und mit einem System unseres kollegialen Produktmanagements  weiterarbeiten. Am Ende war der Kunde zufrieden und ich hatte meine Krisenmanagementfähigkeiten verdoppelt. Auf der Rückfahrt war ich erleichtert und gleichzeitig wehmütig über das Ende meiner Zeit im Presales.

Wichtig ist mir dabei zu betonen, dass das Fellowship keine „Umschulung“ einer Politikwissenschaftlerin in eine ITlerin war, solch ein Schubladendenken wäre zu simpel. Vielmehr hat es mein Profil bereichert, neue Synergien geschaffen und zur gegenseitigen Befruchtung beigetragen. Durch meine eher aus Endanwendersicht kommenden Fragen, habe ich dem Team neue Perspektiven eröffnet und konnte so gerade beim Fachpublikum unserer Kunden schnell Vertrauen schaffen. Es hat fachliche als auch organisatorische Mauern eingerissen und mich dazu befähigt, stärker im gesamten SAP-Ökosystem zu denken und zu arbeiten. Deshalb bin ich mir sicher, dass meine Zeit im Presales auch weit über das Fellowship hinaus eine nachhaltig positive Auswirkung auf meine Arbeit bei der SAP haben wird.

Mein Fazit:  Der Blick oder gar der Schritt über den eigenen Tellerrand heraus bedarf der Überwindung von Hemmschwellen und dem Einsatz vieler kognitiver Ressourcen, aber die Horizonterweiterung, die man dadurch erlangt, und die neuen Karrieremöglichkeiten, die sich dadurch ergeben, sind allemal bereichernd. Heute bin ich Teil eines neuen globalen Business Development Teams innerhalb von Government Affairs, in dem wir unsere politischen Netzwerke und Know-How strategisch für Opportunities in regulierten Industrien einsetzen.

Danke an das ganze PDM Team für die bereichernde Zeit und an die SAP für dieses wunderbare Programm!

Danke Matthias!

Ganz ohne persönliche Hilfe wäre mein Fellowship wahrscheinlich nicht eine genauso fabelhafte Erfahrung geworden: Ich hatte Glück mit dem Team Lead Matthias Stemmler einen fantastischen Mentor zu haben. Bei ihm möchte ich mich ganz besonders für die Förderung, Unterstützung und stetige Ermutigung bedanken.

1 Comment
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  • Hi Natalie,

    wow, das klingt ja nach einem erfolgreichen Fellowship! Danke, dass du deine Eindrücke und Erkenntnisse mit uns teilst.

    Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin in deiner beruflichen Karriere. Damit hast du auf jeden Fall ein neues Ass im Ärmel und deine neue Rolle klingt auch cool. 🙂

    Viele Grüße

    Mynyna