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Business Trends

Learning Analytics: Virtueller Roundtable mit Theorie & Praxis

Am Freitag, 27. September 2019, 13:00-15:30 Uhr fand dieses virtuelle Event statt – Initiiert von der Initiative “Expertenforum Digitales Talent Management”, die von der Mannheim Business School, der Universität Mannheim, SAP und tts ins Leben gerufen wurde.

 

Wir haben versucht, interessante Impulse von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu organisieren. Es ging dabei um die Möglichkeiten, Daten von Lernenden zu sammeln und auswerten, sowie das Potential dieser Informationen bestmöglich zu nutzen. Anbei eine kurze Zusammenfassung incl. Links. Die Aufnahme habe ich hier auf Youtube gestellt.

Intro von Klaus Kräft und mir mit allgemeinen Thesen zu Learning Analytics. Im Input (Folien hier) schloss ich ab mit einem Poll, sowie allgemeinen Thesen:

  • Der Ansatz auch im Lernen muss sich von Reporting zu Analytics entwickeln
  • Ziele sollten Entscheidungsunterstützung und Evidenz sein statt Rechtfertigung
  • Ein Tip: Fokus auf Output & Prozess KPIs statt nur Input wie Zeit oder Anzahl Teilnehmer
  • Der Return on Expectations entlang der Stakeholder Interesse ist mind. So wichtig wie der ROI
  • Analytics helfen das Messen von Impact via KPIs in agiler Welt, nicht auf Jahre angelegter Studien

 

Digitale Spuren des Lernens im Prozess der Arbeit

war der Impuls von Prof. Dr. Andreas Rausch, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik, Lernen im Arbeitsprozess an der Universität Mannheim. Hier ging es um das Thema „Workplace Learning Analytics“. Für mich ein zukunftsweisender Ansatz, wenn auch schwieriger wie Analytics von formellem Lernen. Diskutiert wurden anschließend auch konkrete Ansätze wie die Rolle von Analytics im Performance Support oder beim Lernen in sozialen Netzwerken.

Die Folien finden Sie hier.

 

Gelingungsbedingungen für die Einführung von Learning Analytics

Professor Dr. Dirk Ifenthaler, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik – Technologiebasiertes Instruktionsdesign an der Universität Mannheim umriß das Thema und zeigte allgemeine Rahmenbedingungen wie das Ergebnis von Metaanalysen. Besonders stellte er auch heraus, das Learning Analytics für eine bessere Lernerzentrierung dienen können, um Lernen besser an das Individuum anzupassen. Er zeigt auf Folie 23 auch ein schönes Raster anhand dessen man sich selbst einschätzen kann entlang der Reifegrad Dimensionen wie Summativ/ Realtime-Formative/ Predictive-Presciptive Analytics. Die Folien sind hier zu finden.

 

Learning Analytics bei SAP

Yikai Cao, Data Scientists for People Analytics Talent, Leadership, and Learning stellte Learning Analytics bei SAP von. Neben dem allgemeinen Ansatz zeigte er zwei Beispiele und Erfahrungen. Anhand eines SAP Leadership Development Programs zeigte er, wie vorgegangen wurde. Business & HR Kennzahlen (wie Fluktuation) zeigten im Vergleich zu einer Gruppe ohne das Training bessere Werte. Daneben zeigte er ein Tool, mit dem Learning Analytics Personaler und Manager bei SAP unterstützt. Im Skills Vergleich kann man die Entwicklung sowie den Benchmark von verschiedenen Skills sehen – sei es bzgl. Wichtigkeit, Lokation oder ähnlichen Werten. Ein spannender Ansatz konkret das Business zu unterstützen. Seine Folien sind hier zu finden.

 

Learning Analytics Analyse der Bildungsaktivitäten bei der SBB

In diesem Vortrag ging es um die Reportbedürfnisse bei der SBB für die Bildungsabteilung. Konkret wurde eine Demo gezeigt – mit dem Cockpit wird maßgeblich die Qualitätssicherung optimiert. Die Folien finden Sie hier.

 

Resümee

Learning Analytics ist ein weites Feld mit noch wenig Umsetzung speziell wenn es über einfaches Reporting hinausgeht. Was Firmen einen Mehrwert bringt kann durchaus unterschiedlich sein – das zeigen die verschiedenen Beispiele von SAP & SBB. Die Wissenschaft kann absolut Rahmen bieten, sei es mit Evidenzen oder Metaanalysen. In diesem speziellen Fall kann die Wissenschaft selbst Forschungsgegenstand sein wenn Lehren und Lernen an Universitäten analysiert wird. Persönlich finde ich alles gut was zu mehr Lernerzentrierung dient – und da gibt es einiges.

Das Feedback war gut zu der Session. Evtl. war es mit 2,5 h etwas lang und wie so oft wollten wir viel Inhalte rüberbringen. So werden wir ein ähnliches Format sicher wiederholen, dann jedoch eher mit 2 statt 4 Vorträgen – sowie mit mehr Interaktion. Zoom bietet hier Ansätze wie Breakoutgroups – auch einfach  Ansätze wie Polls oder Chat werden wir sicher noch mehr nutzen. Mein persönlicher Vorteil war von diesem virtuellen Event, dass ich das bequem von zuhause aus tun konnte ohne lange im Stau zu stehen.

 

Wir hoffen die eine oder andere Inspiration gegeben zu haben. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder einen Event machen – mindestens einen virtuellen, vielleicht auch doch einen physischen.

Anmerkungen oder Feeback gerne auch hier in den Kommentaren.

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