Skip to Content
Personal Insights

Erfahrungsbericht über den SAP Solution Manager Testschritt-Designer

Einführung

Eine lange ersehnte Funktionalität im Bereich Test Management ist nun auch im SAP Solution Manager 7.2 verfügbar. Mit Focused Build gibt es die Funktion des Testschritt-Designers. In diesem Blogpost möchte ich meine Erfahrungen aus dem Einsatz des Testschritt-Designers teilen. Diese basieren auf dem Release ST-OST 200 SP02.

 

Ein Einsatz des Test Schritt Designers bringt mehrere Vorteile mit sich

  • Es ist Möglich pro Testschritt ein Status zu setzen. Dadurch werden detailliertere Testergebnisse auf Schrittstufe ermöglicht.
  • Die Testfälle können mehrsprachig erstellt werden. Pro Testfall kann die Sprache einfach gewechselt werden.
  • Hohe Benutzerfreundlichkeit, da durchgängiges Fiori/UI5 Erscheinungsbild.

 

Anwendung der Testschritt-Designers

Nachfolgend wird die Anwendung des Testschritt-Designers von der Erstellung der Testfälle bis zur Testausführung beschrieben und auf die wichtigsten Punkte eingegangen.

 

Drei Möglichkeiten für die Erstellung von Testfällen

  1. Möglichkeit:
    Neuanlage eines Testfalls via die Fiori App “Test Schritt Designer”.
  2. Möglichkeit:
    Anlage in der Lösungsdokumentation und Nutzung der Prozessstrukturen.
  3. Möglichkeit:
    Upload via CSV Datei.

 

Beschreibung der Testschritte

Die Testschritte können durch Nutzung der Felder “Description”, “Instructions” und “Expected Result” beschrieben werden. Zusätzlich kann zu jedem Testschritt eine ausführbare Einheit angegeben werden. Dazu ist jedoch eine Verknüpfung des Testfalls zur Lösungsdokumentation erforderlich.

Wie beschrieben besteht ein grosser Mehrwert, wenn der Testfall direkt aus der Lösungsdokumentation heraus angelegt wird, weil so die Bezeichnung der Prozessschritte und die ausführbaren Einheiten gleich in die Testschritte übernommen werden. Der Testfall ist dadurch auch bereits zur Lösungsdokumentation verknüpft.

 

Testausführung

Die Testausführung ist mit dem Testschritt-Designer sehr übersichtlich gehalten. Sobald der Status pro Testschritt gesetzt wird, erscheint rechts ein kleiner Fensterbereich in dem das “Tatsächliche Ergebnis” hinterlegt werden kann. Bei Bedarf können weitere Pflichtfelder wie “Testergebnissattribute” vorgegeben werden.

Generell gilt hier aber der Grundsatz “weniger ist mehr”, denn je mehr Spalten und Felder den Testern vorgegeben werden, desto unübersichtlicher wird die ganze Maske. Die Tester sollen sich einfach zurechtfinden und mit wenigen Klicks und Eingaben den Status und das Resultat erfassen können.

Verbesserungspotential für den Testschritt-Designer

Da der Testschritt-Designer noch relativ neu ist, gibt es gewisse Funktionalitäten, welche in der aktuellen Version noch fehlen. Zusammengefasst sind dies:

  • Die Performance beim Aufruf und Setzen des Testschritt Status kann noch verbessert werden.
  • Eine Massenbearbeitung zum Setzen des Testschritt Status für mehrere markierte Testschritte oder alle Testschritte fehlt aktuell.
  • Ein WYSIWYG Editor für die Beschreibung der Testschritte, um die Testfallbeschreibung zu formatieren.
  • Einbetten von Bildern in die Testfallbeschreibung für eine detaillierte Testanweisung.
  • Erstellen von Parametern mit Werteauswahl die in der Testfallbeschreibung verwendet werden können.
  • Erfassen und verlinken eines Defects auf Stufe Testschritt (aktuell nur auf Ebene des gesamten Testfalls möglich).
  • Excel Download Funktion für den gesamten Testfall inkl. allen Testschritten und Attributen.
  • Speichern des Mappings (Spalten aus der CSV Datei) beim hochladen von Testfällen.
  • Massenzuordnung von hochgeladenen Testfällen zu Knoten in der Lösungsdokumentation.
  • Anlage des Testfalls auf Basis von Prozessvarianten und Prozessdiagrammen.
  • Verwendung der gleichen Testfall Statuswerte wie für manuelle Testfälle mit Testdokumenten.
  • Einblenden einer Spalte für Kommentare und Belegnummern in der Übersicht womit zu jedem Testschritt Belegnummern eingetragen werden können, zur Übergabe an die nachfolgenden Tester.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass SAP viele dieser Punkte bereits erkannt hat und an zukünftigen Verbesserungen arbeitet.

Konklusion

Mit dem Testschritt-Designer hat SAP eine “state of the art” Funktionalität im Solution Manager integriert. Insbesondere für lange Testketten wie E2E Prozesse bringt dies grosse Vorteile mit sich. Auch im regulierten Umfeld, wo detaillierte Testergebnisse und Nachweise erbracht werden müssen, ist der Testschritt-Designer eine ideale Lösung.

Wird der Testschritt-Designer in Zukunft weiter mit Funktionalität ausgebaut, so bedarf es immer auch ein Augenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit in der Anwendung. Die Tester dürfen nicht durch allzu grosse Administration von ihrer eigentlichen Aufgabe – dem Testen abgehalten werden.

 

 

Be the first to leave a comment
You must be Logged on to comment or reply to a post.