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Personal Insights

Education NewsCast Review #008: Big Picture Digitalisierung mit Thomas Jenewein und Winfried Felser

 

Mit dem Education NewsCast haben wir bei SAP Knowledge & Education Anfang 2018 einen neuen Podcast gestartet, der sich in erster Linie an SAP Kunden richtet, die ein Interesse an News und Updates zu aktuellen Angeboten und Events von SAP Education haben. Darüber hinaus  führen wir in Deep-Dive-Episoden Gespräche mit Lernexperten zu Themen, die derzeit in Firmen und der Gesellschaft diskutiert werden. Das Leitthema in diesem Jahr ist Lernen in Zeiten, in denen die Digitale Transformation zahlreiche Veränderungen in nahezu allen Unternehmen bedeutet oder in Zukunft bedeuten wird. Was sind die Folgen für Mitarbeiter? Wie verändert sich das Lernen? Welche Methoden sind erfolgreich? Diese Gespräche werden in einer Reihe von Blog-Posts nochmal zusammenfassen und ge-reviewed.
Wir freuen uns natürlich wenn aus den Lesern Hörer werden, und sich die besprochenen Podcast Episoden anhören oder gleich den ganzen Podcast abonnieren.

 

Im Mai 2018 sprechen Winfried Felser, CEO des B2B Kompetenz-Netzwerks Competence Site, und Christoph Haffner das sogenannte „Big Picture“ der digitalen Transformation. Es geht vor allem darum, welche Auswirkungen die digitale Transformation auf das Lernen und die Weiterbildung im Unternehmen hat und darum, dass das neben all den neuen Chancen die uns begegnen, dennoch der Mensch und das Individuum im Zentrum stehen.

 

Winfried Felser

Dr. Winfried Felser ist Preisträger des Bundeswettbewerbs Multimedia von 1999 (Bundesministerium für Wirtschaft) und seit 2000 Betreiber der Competence Site, einem Kompetenz-Netzwerk mit mehreren Tausend Experten aus Wissenschaft und Praxis zu allen für die Digitale Transformation relevanten Themenbereich wie Management, IT und Technik. Er ist außerdem Herausgeber der Competence Reports und der Competence Books zu Themen wie BPM, MES, CRM, BI, HR-Software, Talent Management, Industrie 4.0, Enterprise 2.0 und Intralogistik sowie Autor für die Huffington Post, LinkedIn Pulse, The European, Absatzwirtschaft und andere Fachmedien.

 

Die Änderung der Ökonomie – die große Transformation des großen Bildes

„Die Zeit der großen Transformation ist mehr als neue Technologien. Nicht nur Unternehmenskonzepte ändern sich, sondern einzelne Begriffe, Denk- und Gestaltungsmuster. Daraus ergibt sich die fundamentale Änderung der Dinge, eine Metadisruption. Die neue Komplexität und neue Anforderung nach Individualisierung und integrierten Services können nur dann gemeistert werden, wenn eine andere Logik verfolgt wird. Das Zusammenarbeiten wird zunehmend geprägt von überlappenden Plattformen und Netzwerken. Co-kreativität ist entscheidend und nicht mehr einzelne Produkte, sondern der vernetzte Service den man bekommt ist von Bedeutung. Diese Veränderungen lassen sich nicht mehr mit alter Planung und Kontrolle steuern. Hierbei muss kollaborativ, co-kreativ und hochgradig selbstorganisiert gehandelt werden.“

 

Gestaltung der digitalen Transformation im Unternehmen 

„Die digitale Zukunft ist immer eine gestalterische Freiheit und Option und die entscheidende Frage ist mit welchem Mindset, mit welchen Zielen und Werten, an die Thematik herangegangen wird. Wenn man die Chancen der digitalen Transformation richtig angeht, dann kann Unternehmen und Individuen eine Transformation gelingen in eine Welt die potenziell humanorientierter ist. Vor allem deutsche Unternehmen sind hervorragend und zukunftsfähig aufgestellt hinsichtlich IoT, Sensorik und Maschinenkompetenz. Wenn dies nicht so angenommen wird, dann kann es durchaus so kommen, dass dem Menschen die Souveränität genommen wird und wir Opfer der neuen und modernen Systeme werden. „

 

Die Art und Weise des Lernens

„Aus der Vogelperspektive betrachtet, beeinflusst der digitale Wandel die Art und Weise des Lernens. Der Weg führt weg von Arbeitsteilung hin zu Kollaboration und Co-Kreation. Es geht darum, selbstorganisiert den Lerner zu seinem eigenen Personalentwickler zu machen und selbst eher eine coachende, unterstützende Rolle einzunehmen. Abteilungen die im Unternehmen für das Lernen verantwortlich sind müssen hinterfragen: wie definieren wir uns neu, wie entsprechen wir den Prinzipien und den Anforderungen unseres Umfelds neu. Hier ist wenig Zeit nachzudenken über Technologien oder Lernalternativen wie blended learning etc. Die zentrale Rolle spielt die Kultur innerhalb des Unternehmens. Learning für Exploration und Transformation bedarf der Kultur des Vertrauens und der Akzeptanz von Selbstorganisiertheit. Auch Themen wie Performance, Feedback etc. müssen unter den Rahmenbedingungen neu definiert werden. „

 

Das Lernen in der Zukunft

„Die Produktion von Lerneinheiten, als auch der Konsum oder das Nutzen von Lerneinheiten verändern sich. Lernen passieren dezentralisierter, sehr nah an der Produktion und der Wertschöpfung bzw. dem echten Bedarf. Darum benötigen wir neue Rollen um die Komplexität des Marktes, die Kundenanforderungen und die allgemeine Schnelligkeit zu managen. Das Lernen muss so nah als möglich an den Ort der Handlungsnotwendigkeit gebracht werden. Auch das Un-learning und Entlernen nimmt in diesem Kontext eine besondere Rolle ein. Entlernen müssen wir vor allem unsere bisherigen Denkmuster die in Zukunft nicht mehr gelten werden. Durch KI und Vernetzung wird auch das Un-learning von Bedeutung werden, da uns beispielsweise Performance Support Systeme durch Artificial Intelligence optimal unterstützen und uns durch Vernetzung nötige Kompetenzen und Wissen zur Verfügung gestellt werden.“

 

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