Wie ein ehrenamtlicher Einsatz die SAP-Laufbahn beeinflussen kann. 

„Manchmal muss man sich nur aus der eigenen Komfortzone wagen, um neue Stärken an sich zu entdecken.“ (SAP-Kollegin Gerda Slagter)

Mit 16 Jahren Berufserfahrung im Rücken freute sie sich auf ihre Teilnahme am SAP Social Sabbatical in Kolumbien. Was würde sie wohl in Bogotá erwarten? Ihr „Kunde“ hieß Fundacion Proyectar Sin Fronteras (PSF) – ein Non-Profit-Unternehmen, das wirtschaftlich und sozial schwache Menschen unterstützt. Dort lernen sie, wie sie sich selbst versorgen können. Ein toller Klient für eine HR-Expertin, dachte sich Gerda. Dass ihre Teilnahme an dem CSR-Programm jedoch auch ihr berufliches Leben komplett auf den Kopf stellen würde, das hatte Gerda nun wirklich nicht erwartet. Aber der Reihe nach.

In Bogotá angekommen sah sich Gerda mit den akuten Problemen von PSF konfrontiert: ein grundlegendes Geschäftsmodell war dringend nötig, um das Unternehmen überhaupt profitabel zu machen. Für Gerda ein Konflikt: Welchen Beitrag konnte sie schon leisten in einem Projekt, bei dem es zunächst um finanzielle und logistische Planung ging?

Bei intensiven Gesprächen mit den Mitarbeitern konnte Gerda heraushören, dass es PSF darüber hinaus auch an einer vernünftigen Personalstrategie, geeigneten Einarbeitungsmaßnahmen sowie einem notwendigen Leistungsmanagement mangelte. Hand in Hand mit den Verantwortlichen vor Ort entwickelte sie die fehlenden Instrumente und erweiterte so sogar den ursprünglichen Projektumfang. „Im Personalbereich bei SAP unterstützte ich hauptsächlich interne Klienten. Erst im Rahmen der Arbeit mit PSF bemerkte ich, wie leicht sich meine Kompetenzen auf die Zusammenarbeit mit externen Kunden übertragen lassen“, berichtet Gerda.

Das SAP Social SabbaticalDas durch die Abteilung SAP Corporate Social Responsibility initiierte SAP Social Sabbatical ist ein Portfolio von mehrwöchigen freiwilligen Einsätzen bei gemeinnützigen Organisationen. In gemischten Expertenteams entwickeln Kollegen in kurzfristigen Arbeitseinsätzen strategische Lösungen für Non-Profit-Unternehmen und für soziale Organisationen, die sich darauf konzentrieren die Bildungslücke bei IT-Kenntnissen zu schließen. Das SAP Social Sabbatical gibt es als globales, regionales und lokales Programm sowie für Executives. Seit 2012 wurden mehr als 180 Organisationen in 22 Ländern unterstützt.

Ausführliche Informationen zum Programm sind auf dem SAP Corporate Portal zu finden, Quicklink: /go/socialsabbatical.

Weitere Geschichten und Informationen bietet die neue Webseite SAP Social Sabbatical Spotlight.

 

 

Neues Terrain – in der Ferne und wieder daheim

„Ich habe gelernt, dass ich viel mehr kann, als ich mir selbst zugetraut hätte“, sagt sie stolz. Gerda wurde nicht nur klar, wie sie PSF helfen konnte, sondern auch, dass sie das Zeug hat, innerhalb der SAP Neuland zu betreten.

Wieder zu Hause in den Niederlanden angekommen, erzählte Gerda ihren Kollegen, was sie vom SAP Social Sabbatical mitgenommen hat. Nicht lange, dann kam die Frage, ob sie sich auch einen Job außerhalb von HR und mit starkem Kundenbezug vorstellen könne. Das brachte Gerda zum Nachdenken. „Die Zweifel, ob ich den Personaljob an den Nagel hängen sollte, bereiteten mir schon einige schlaflose Nächte“, gibt Gerda zu. Dennoch entschied sie sich für eine Expertenstelle im Customer Engagement bei SAP SuccessFactors.

Denn, so Gerda: „Bei PSF habe ich mir so viel Selbstbewusstsein geholt, dass ich mir die neue Aufgabe zutraute.“

Auch Software-Entwicklerin Shruthi Prakash Shetty lernte bei ihrem Social Sabbatical in Schanghai ganz neue Seiten an sich kennen. Die Teilnahme habe ihr einen Motivationsschub verliehen, so Shruthi, die sich nach ihrer Rückkehr neu orientierte.

Unterstützung aus dem Management

Ricardo Cruz, ‎Leiter der Partner Services Delivery for LA&C, ist Rekordhalter. Bereits rund ein Drittel seines Teams hat er aktiv bei der Teilnahme an einem SAP Social Sabbatical unterstützt. „Wenn eine Kollegin oder ein Kollege an einem SAP Social Sabbatical teilnimmt, fehlt diese Person uns natürlich für vier Wochen. Doch die Vorteile überwiegen“, ist sich Ricardo sicher.

Er weiß, dass die Teilnahme einen starken Einfluss auf die berufliche Weiterentwicklung haben kann. Fünf Teammitglieder von Ricardo haben bis dato teilgenommen. Davon ist ein Mitarbeiter inzwischen ins Management aufgestiegen. Eine andere Kollegin hat ihre Position von der regionalen auf die globale Ebene erweitert.

Bei der Frage, inwiefern er Veränderungen unter seinen Teammitgliedern wahrnehme, muss Ricardo nicht lange überlegen. „Wenn die Kollegen von ihren Projekten zurückkommen, sprühen sie vor Selbstvertrauen“, sagt er. Zudem seien sie fokussierter und arbeiteten effektiver. Ricardo: „Als Manager erkenne ich auch, wie stark das Programm die Führungsqualitäten der Teilnehmer fördert. Für mich und das Team ist das eine große Bereicherung.“

Veränderungen? Kein Problem!

„Gerade bei SAP ist mir das überhaupt nicht schwergefallen, die Organisation und mein Management sind mir dabei sogar entgegengekommen“, so Shruthi. Während sie nach dem Social Sabbatical zunächst die globale Verantwortung für strategische Programme und Abläufe für ihren Produktbereich SAP Business ByDesign übernahm, zog Shruthi bald darauf zusammen mit ihrer Familie von Indien in die USA um. Ein großer Schritt, den Shruthi als Chance begriffen hat. Denn in Schanghai hat sie nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern auch ihr Netzwerk erweitert. „Als meine Familie und ich die Entscheidung für den Umzug getroffen hatten, war es für mich ein Leichtes, auf mein Netzwerk zurückzugreifen“, erzählt sie. So ergab sich für die Entwicklerin neben der räumlichen auch die Möglichkeit zu einer beruflichen Veränderung.

„Während des Social Sabbaticals kann man ganz vielseitige Aufgaben übernehmen, wodurch man in beinahe jeden Geschäftsbereich hineinschnuppern kann“, erklärt Shruthi. „Was mich sehr geprägt hat, ist, wie hilfreich es ist zuzuhören. Nur so habe ich herausgefunden, wie ich persönlich NuoMi, ein Sozialunternehmen, das sich auf nachhaltige Mode spezialisiert hat, unterstützen kann. Dadurch bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, in meine jetzige, sehr kundenorientiere Rolle zu wechseln“, sagt Shruthi. Sie arbeitet inzwischen als Customer Engagement Expert für die SAP-Cloud-Produkte.

Ob sie allein ihre Teilnahme am SAP Social Sabbatical zu dieser Veränderung bewogen habe? Nein, das sei zu hoch gegriffen, erklärt Shruthi. „Dank der Teilnahme am SAP Social Sabbatical bin ich aber viel offener und besser auf Veränderungen vorbereitet.”

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