Mitarbeiter, die Freiwilligen-Projekte für Kollegen initiieren wollen, erhalten ab sofort Unterstützung von SAP.

Immer wieder dienstags. Woche für Woche geht Anne Schultz einer Aufgabe nach, die viel Stärke und eine Extraportion Energie erfordert. Und sie tut dies freiwillig. Anne betreut ehrenamtlich Familien mit schwer kranken Kindern. Jeden Dienstag beendet die SAP-Concur-Kollegin pünktlich um 16 Uhr ihren Arbeitstag. Um 17 Uhr beginnt ihre Schicht am Empfang des Ronald-McDonald-Hauses, eine Institution der gemeinnützigen McDonald’s Kinderhilfe, in Cincinnati, USA. Trotz der Schicksale, denen sie dort begegnet, findet Anne in dieser Aufgabe Erfüllung. „Große und kleine Wunder geschehen hier jeden Tag“, sagt sie. „Die Arbeit ist nicht deprimierend. Wenn die Familien hier ankommen, können wir ihnen durch unsere Unterstützung einen kleinen Teil ihrer Last abnehmen.“

Schöne Momente teilen

Ronald-McDonald-Häuser sind Einrichtungen in der Nähe von Spezialkliniken, wo Familien unterkommen, deren Kinder für längere Behandlungen im Krankenhaus bleiben. Das Haus in Cincinnati bietet für 78 Familien Unterkunft und ist permanent belegt. Die Angehörigen können dort bis zu zwei Jahre wohnen, solange die Kinder im gegenüberliegenden Klinikum in Behandlung sind. Die Familien kommen aus allen Teilen der USA, sind ortsfremd und durch die hohen Behandlungskosten bisweilen am finanziellen Limit – von der emotionalen Belastung ganz zu schweigen. Die Kinder müssen oft monate- oder gar jahrelang stationär behandelt werden.

„Zu den schönsten Moment zählt, wenn ich eine neue Familie verständigen darf, dass sie einziehen kann, weil ein Zimmer frei geworden ist. Die Angehörigen schlafen sonst in ihrer Not teilweise in ihren Autos oder auf dem Fußboden im Krankenhauszimmer, um ihren Kindern nahe zu sein“, berichtet Anne mit zitternder Stimme.

Sie ist inzwischen seit fünf Jahren ehrenamtlich im Einsatz. Letztes Jahr feierte sie dort sogar ihren 50. Geburtstag. Anstelle von Geschenken kamen sie, ihre Familie und Freunde im Haus zusammen und richteten ein Abendessen für alle Familien aus. Nun will Anne auch ihre Kollegen aus dem Raum Cincinnati dazu motivieren, sich gemeinnützig zu engagieren. Deshalb ist sie eine der ersten Teilnehmer am SAP-Volunteer-Ambassador-Programm.

SAP Corporate Social Responsibility (CSR) hat diese Initiative ins Leben gerufen, um Mitarbeiter zu unterstützen, die ihr ehrenamtliches Engagement zusammen mit Kollegen noch weiter ausbauen und eigene Projekte gestalten wollen. Anne plant im Mai oder Juni eine Gruppe von Kollegen ins Ronald-McDonald-Haus einzuladen und will sich mittels des Programms mit Kollegen darüber austauschen, wie sie das Vorhaben am besten angeht.

Eigene CSR-Projekte verwirklichen

Zum Beispiel mit Joaquin Monaco aus Argentinien. Joaquin arbeitet für SAP in Buenos Aires und leitet dort das Marketing Campaign Execution Team für Lateinamerika. Er hat als Volunteer Ambassador bereits ein Komitee von zwölf Kollegen zusammengestellt, die sich das ganze Jahr über um gemeinnützige Aktivitäten am südamerikanischen SAP-Standort kümmern. Ehrenamt gleich Ehrensache, meint Joaquin. Als Vater von zwei Kindern und mit einer Vollzeitstelle in leitender Position ist das aber schlicht auch eine Sache guten Zeitmanagements. „Zum Glück gibt es bei SAP bereits ein großes CSR-Angebot. Da ist es leicht einzusteigen“, meint Joaquin.

Als Volunteer Ambassador kann er dieses Angebot erweitern und neue Aktionen organisieren. In Online-Trainings oder beim Austausch mit den CSR-Kollegen erhält er zusätzliches Know-How sowie Unterstützung bei der Logistik. Wie viel Zeit er investieren kann, spricht Joaquin mit seinem Manager ab. „Als SAP-Kollege kann ich jederzeit an den Veranstaltungen von SAP-CSR teilnehmen, als Volunteer Ambassador habe ich die Möglichkeit, Projekte zu leiten. Ich kann den CSR-Gedanken von SAP weitertragen und Kontakte zu gemeinnützigen Organisationen pflegen. Damit kann ich einen sehr aktiven Beitrag zur Vision der SAP leisten, der deutlich über meinen normalen Job hinausgeht“, erklärt Joaquin. Er und sein Team können Verantwortung auf allen Ebenen der Freiwilligenaktionen übernehmen – von Projektsuche über Ressourcenallokation bis zur Durchführung des Events.

„Beim SAP-Volunteer-Ambassador-Programm erfahren Mitarbeiter, wie sie soziales Engagement unter Kollegen initiieren können“, erklärt Alicia Lenze, Leiterin von SAP Global Corporate Social Responsibility. Sie ergänzt: „So entsteht ein globales Netzwerk unter Kollegen, die Unterstützung erhalten und Erfahrungen austauschen, wie man Freiwilligen-Projekte leitet. Dadurch erweitert SAP das Volunteering-Portfolio überall dort, wo Mitarbeiter leben und arbeiten, und steigert dadurch die lokale Relevanz und das soziale Engagement des Unternehmens.“

In diesem Jahr strebt das zwölfköpfige Team um Joaquin an, mehr Non-Profit-Organisationen für Dienstleistungen bei SAP zu engagieren. Das sei einerseits eine schwere Aufgabe, so Joaquin, weil man bei SAP hohe Erwartungen habe. „Nehmen wir zum Beispiel das Event-Catering. Ein kleiner Non-Profit-Dienstleister kann Kaffee und Croissants vielleicht nicht so perfekt zubereiten wie ein Wettbewerber, der große Mengen produziert. Dafür ist das Geschäft aber nachhaltig“, sagt Joaquin. Auf der anderen Seite steckten in diesem Projekt aber auch die vielfältigsten Möglichkeiten, sich als Mitarbeiter zu engagieren. „Auch der Kollege oder die Kollegin aus dem Einkauf, die daran arbeitet, dass die Dienstleistungen der Non-Profits leichter erfasst werden, tut Gutes. Für Joaquin ein gutes Argument, noch mehr Kollegen zu motivieren: „Manchmal muss man dazu noch nicht einmal seinen Arbeitsplatz verlassen.“

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