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Innerhalb von Unternehmen bemühen sich Management und Personal-verantwortliche, Mitarbeiter zu motivieren, Arbeitsabläufe weniger monoton zu gestalten oder Kreativität und Zusammenarbeit zu fördern. Genau betrachtet unterscheidet sich das nicht von Spielen, mit dem Unterschied, dass letztere dieselben Ziele viel effektiver erreichen. Was können Unternehmen von Spielen lernen und welche Techniken können in die Arbeitswelt herübergebracht werden? Mario Herger stellte diese am 20.02. in einem Webinar vor.

Was ist Gamification und was sind Wirk-Mechanismen und Beispiele?

Im beruflichen Kontext kann es helfen, dass Arbeit mehr Spaß macht. Dass Mitarbeiter ein höheres Engagement haben. Besonders interessant sind natürlich Beispiele aus dem Personalwesen:

Recruiting

Hier werden öfters Recruitingspiele eingesetzt – z.B. ein Simulationsspiel zum prototypischen Arbeitsalltag. In einem Beispiel konnte man sich erst nach einer Spielrunde bewerben. Somit musste sich jeder potentielle Bewerber mit der Firma auseinandersetzen. Darauf wurden Kündigungen im ersten halben Jahr von 20 auf 8% reduziert.

Onboarding, Training

Gamification kann langweilige Compliance Trainings spannend & interessant machen. Im Talent Management gibt es Beispiele von SAP dass man Mitarbeiter wie als Venture Capitalist behandelt – und wenn Sie mehr leisten mehr Punkte bekommt. Neben den klassischen serious Games & Simulationen können Elemente des gameful Designs eingesetzt werden: spielerische Metaphern & Lerninhalte statt nur Text. Oder Missions & Quests als Aufgaben für einzelne oder Gruppen – sei es im Wettbewerb oder nur durch Punkte/ Badges motiviert.

Performance Measurements

Mitarbeiter bekommen Badges, Levels, Punkte für Leistungen und sind damit sehr transparent – in Deutschland sicher ein Problem bzgl. Datenschutz, Betriebsrat.

Gesundheitsbereich:

Verstärken positiver Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung – z.B. in kleinen Spielen oder Simulationen. Ein Bereich der stark kommt ist die Kopplung mit Apps & Wearables – für Kalorienreduktion, Bewegung etc. werden Punkte gesammelt und man kann sich dabei mit anderen Messen.

Nach Darstellung der Beispiele war der Vergleich zwischen Spielen und Personalmanagement Prinzipien erheiternd. Wenn man z.B. erst wie im Mitarbeitergespräch ein Jahr später Feedback nach einem Spiel bekommt würde – würde das sicher kein Spass mehr machen. Daher kann man für den Arbeitsplatz vieles von Spielen lernen – wie man z.B. in folgender Tabelle sieht.

Work Game
Aufgabe repetitiv & langweilig repetitiv und unterhaltsam
Feedback einmal im Jahr kontinuierlich
Ziele unklar, vage klar
Scheitern verboten, bestraft, niemand redet darüber erwartet, spektakulär
Status unklar, versteckt transparent, Echtzeit
Autonomie mittel – wenig hoch
Hindernisse zufällig absichtlich

Gamification kann man auch ideal für einen Competenz-Score nutzen – ein viel dynamischeres Vorgehen als bei starren Kompetenzkatalogen.

SAP bietet Gamification in verschiedenen Formen: mit dem SAP Workforce Performance Builder können Sie spielerische Lerninhalte erstellen, mit der social Software Plattform SAP Jam können Badges etc. an Community Teilnehmer vergeben werden – um dieses zu mehr Zusammenarbeit und teilen von Infos zu motivieren. Im SAP Learning Hub, der Lernplattform zu SAP Produkten wird derzeit das soziale Lernen mit verschiedenen “Mechaniken” optimiert – von Punktelevels, Badges bis zu Aufgaben (Missions) für Lerner. Zur Gamifizierung

Einen Überblick über Anbieter und weitere Links finden Sie in der Aufnahme des Webinars: Gamification im HR.

Fragen und Antworten aus dem Webinar

  1. Welche Kompetenzen sind in HR notwendig um Gamification umzusetzen und wo kann HR sich diese Kompetenzen aneignen?
    Einlesen, austauschen und am besten ausprobieren – im eigenen Umfeld. Im Lernbereich / Training ist es sicher einfacher wie im Performance Management Bereich. Wichtig ist dass die Wahl & Ausgestaltung zu Ihrer Firma / Zielgruppe passt. z.B. machen Leaderboards eher bei Zielgruppen Sinn die eher kompetitiv sind, die visuelle Gestaltung oder Benennungen sollten natürlich auch zur Zielgruppe passen.
  2. Danke für dieses Webinar – macht auf jeden Fall Lust auf MEHR!
    🙂
  3. Würden Sie immer einen Gamification Experten hinzuziehen, oder kann ich das im Unternehmen auch selbst einführen, wenn ich mir genug angelesen habe?
    Sie können das auch selbst einführen – die Lernkurve ist evtl. mit externem Input schneller…..

Weitere Infos

– Folien von der Zukunft Personal auf Slideshare zu Gamification im Personalwesen: www.slideshare.net/SAPLearn/gamification-im-personalwesen-erfahrungsbericht-von-sap

– SAP Gamification Community

– Bücher zu Gamification von Mario Herger auf Amazon

– Folien von Gabe Zichermann (GSummit & Autor) auf slideshare

Enterprise Gamification Infos und viele Beispiele auf der Seite von Mario Herger (enterprise-gamification.com) incl. Buchempfehlungen

Blogbeitrag von mir zum Thema Gamification auf dem Corporate Learning Camp 2014

– Storify zu Erfahrungen der SAP mit social Learning & Gamification sowie Whiteboard Bilder einer Gamification Präsentation auf der Learntec

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