Am 26.09.nahm ich mit ca 200 anderen Teilnehmern am Corporate Learning Barcamp teil (#clc14). Ein Event empfehlenswert für alle Bildungsprofis – der aufgrund des offenen Konzepts sehr auf Austausch und Vernetzung ausgelegt war.

In der morgendlichen Agenda Bestimmung schlug ich das Thema Gamification vor sowie Podcasting. Hier endlich die Zusammenfassung der Session zu Podcasting. Seitdem wir bei der SAP Podcasting eingeführt haben bin ich absoluter Fan von Podcasting – und höre regelmässig welche auf dem Weg zur Arbeit. Anbei übrigens mein schon etwas älterer Artikel zur Einführung damals. Zu Anfang im CLC besprachen wir Best Practices der verschiedenen Phasen der Erstellung von Podcasts.

Design

  • Templates helfen gewöhnlich beim Design, damit man nicht immer das Rad neu erfinden muss. Das bedeutet Inhlatlich (Intro, Ziele, Anmoderation, Jingles … + Outro Beschreibung) – sowie technisch. Je nach Audio-software kann man auch technische Templates erstellen damit man bei der Erstellung relativ einfach vorgehen kann.
  • Formate bewegen sich zwischen gescripteten Podcasts bis zu Interviewpodasts. Generell sind Interviews lockerer, einfacher zu folgen und schneller zu erstellen. Sie bieten auch die Möglichkeit informelles Wissen besser zu vermitteln. Bei gescripteten läuft man die Gefahr zu “slick” zu werden, mir jedenfalls fällt es dabei schwerer zu folgen. Inspirationen zu Formate kann man im Journalismus bekommen: Pro/ Contra, Top 10 Listen, Buchtips, Portraits, Stanpunkt ….
  • Musik eignet sich immer zur Auflockerung, speziell im Intro/ Outro. Am besten nach “podfree” music schauen – zur privaten Nutzung von gemapflichtiger Musik seht diesen Artikel & Link zur Gema.
  • Podcasts eignen besonders zur Information, Reflektion aber auch z.B. für Meditationsübungen und Storytelling
  • Audio hat den Vorteil dass man es parall zu anderen Aktivitäten wie beim Autofahren konsumieren kann – und somit ideal in Leerzeiten nutzbar ist. Man sollte jedoch bei der Vorberitung überlegen ob man nicht beides (Audio & Video) produzieren möchte und dann parallel publizieren

Produktion

Unterschiedliche Programme – von Audio-tools bis zu speziell für Podcast geeignete haben sich bewährt.

  • Garageband – das Apple-Audio tool
  • Audition – Profi-Adio Tool von Adobe
  • Audacity (weit verbreitete Freeware)
  • Live (mac)
  • Reaper (mit Ultraschall-addon fürs Podcasten) – für MS
  • Falls man neu startet ist Auphonic sicher die beste Wahl – Mit prima Produktion & Publikations Apps zum starten + Postproduction Webservices. Je professioneller man wird sollte man dann auch in Hardware wie vernünftige Mikrofone etc. investieren.

Publikation

  • Zur Publikation nehmen viele Podcaster WordPress, was das mit am weitersten verbreiteste Blog Tool ist. Für Podcasting gibt es hier spezielle Plug-ins, die Podcast Webplayer etc. beinhalten. Selbst nahmen wir früher den Prodpress plugin, besser ist inzwischen wohl der Podlove Plugin.
  • Falls Audio/ Video auch extern veröffentlicht werden kann bieten sich natürlich die Plattformen Soundcloud und Youtube an  – evtl. beide nutzen um höhere Reichweite zu bekommen. iTunes eignet sich ebenso – wenn auch etwas umständlicher – hat dafür die grösste Podcast-Bibleothek. Audioboom ist eine Audio-Sharing Plattform auf der man seinen content zusätzlich verteilen kann.
  • Kaltura ist ein Freeware videostreaming tool was Firmen (auch die SAP) intern aufsetzen können und eignet sich auch. Mir fehlen dort etwas die Podcast typischen Features wie abos, aber es schon eine Alternative die man sich anschauen sollte
  • Generell sollte man regelmässig publizieren – mind. 1-2 mal im Monat – wenn man sich eine Hörer Community aufbauen möchte.
  • Shownotes sind Notizen die die Hörer auf Podcasts sehen können – hier kann man Zusammenfassungen sowie Weblinks an die Hörer kommunizieren
  • Ich finde auch Sprungmarken / Kapitel immer hilfreich – damit kann man einfacher navigieren. Kann man auch in einem technisches Template schon vorbereiten

Hören/ Sehen der Podcasts

Das geht entweder über die Publikations-Plattform und den Webplayer dort. Lade mir jedoch immer meine Podcasts auf mein Smartphone/ iPod und höre Sie von dort. dazu kann man einen sogannten “Podcatcher” nehmen. Das iPone hat das schon unter dem “Podcast” Icon als App vorinstalliert (nehme ich z.B.) … damit kann man sich auch relativ einfach auf Podcasts abonnieren und sie damit abspielen. Eine Liste von Podcatchern für IOS/ Android gibt es in diesem Artikel.

Monetarisierung

Falls man Podcasting nicht im Corporate Learning macht sondern als “Freier Trainer/ Berater”stellt sich die Frage ob/ wie man damit Geld macht. am häufigsten sieht man kurze Werbeeinblendungen oder Sponsoren die zu Anfang des Podcasts kommen. Bezahlpodcasts sind mir nicht bekannt – wenn dann eben falls Sie speziell für eine Firma erstellt werden. FLATTR ist ein micro-Spenden Dienst den man auch bei Blogs zum Beispiel sieht … sollte man sicher auch versuchen.

Lieblingspodcasts

Wir haben noch kurz in der Session unsere Lieblingspodcasts ausgetauscht. Anbei ein Blog mit meinen 10 Lieblings-Podcasts die ich oft höre. Folgende wurden im CLC noch empfohlen. Einfach googeln und reinhören oder abonnieren: the Law Podcast, SWR1 Arbeitsplatz, Abenteuer Leben, der Lautsprecher (sehr empfehlenswerter Podcast zu Podcasting von Tim Pritlove – einem der deutschen Podcastgurus), das Gänguru (für Kids), Manager Seminare (1-2 kostenlose Artikel pro Ausgabe auf die Ohren), Harvard Business Review Idea Cast , Association for Talent Development (Artikel oft etwas lieblos runtergelesen).

Einsatz von Podcasting

Diskutiert wurde zum Einsatz dass man Podcasting z.B. prima zum Vorbereiten auf Schulungen nehmen kann. Oder um Überblicksinfos mitzuteilen, sowie Info-Updates. Es eignet sich auch gut für persönliche Geschichten & Beispiele. Allgemeine Marktzahlen waren uns nicht bekannt… man kann sicher sagen dass Podcasts auch für Nischenthemen gut sind.

Leider kamen wir im CLC nicht mehr dazu die Vorteile und Nachteile zu diskutieren. Würde mich freuen wenn die Leser dieses Blogs dazu noch Ihre Kommentare geben können – oder natürlich gern zu den Punkten oben.

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